Die voraussichtliche BVB-Aufstellung von Dortmund-Trainer Niko Kovac
Der neue Coach der Borussen feiert sein Debüt gegen den VfB Stuttgart. Wem vertraut Kovac bei seinem ersten Spiel für die Borussia an der Seitenlinie?
07.02.2025 | 18:01 Uhr
Am Samstagmittag wird Niko Kovac seine erste BVB-Aufstellung preisgeben, die im Vorfeld einige Fragen aufwirft. Spielen die Neuzugänge gleich von Beginn an? In welcher Formation läuft der BVB auf und was ist mit Karim Adeyemi nach seinem jüngsten Denkzettel?
Von Patrick Berger und Florian Hartmann
Das BVB-Debüt von Niko Kovac steht vor der Tür!
Am Samstag (15:30 Uhr LIVE bei Sky) empfangen die Borussen erstmals mit dem Kroaten an der Seitenlinie den VfB Stuttgart. Die erste Aufstellung des neuen Coaches könnte bereits erste Erkenntnisse liefern, in welche Spieler der 53-Jährige Vertrauen setzt.
Dauerlösung Dreierkette?
Nach Sky Informationen gibt es bei Kovac und seinem Trainerteam ernsthafte Überlegungen, eine Dreierkette beim BVB zu etablieren. Der Kroate hatte zuletzt bei Wolfsburg, Monaco und Bayern zwar meistens mit vier Verteidigern im 4-2-3-1-System spielen lassen, jedoch bei Frankfurt auch schon gezeigt, dass er mit der Dreierkette Erfolg haben kann.
Beim BVB könnte sein altes Erfolgsrezept nun wieder zur Anwendung kommen. Gegen die Schwaben wird der Coach jedoch voraussichtlich mit einer Viererkette an den Start gehen, da Nico Schlotterbeck noch gesperrt ist und Niklas Süle nach seiner jüngsten Rückkehr ins Mannschaftstraining noch keine Kader-Option sein dürfte.
Wie Kovac auf der Pressekonferenz am Donnerstag äußerte, stelle sich das Team aufgrund der Ausfälle allgemein "weitestgehend von selbst auf". Vor Gregor Kobel ist somit wohl das Duo aus Emre Can, der jüngst als Kapitän bestätigt wurde, und Waldemar Anton gesetzt. Auf den Außenverteidigerpositionen dürften wie auch in den zurückliegenden drei BVB-Spielen Julian Ryerson und Ramy Bensebaini auflaufen. Vor den Defensivspielern werden nach der Verletzung von Felix Nmecha außerdem voraussichtlich Pascal Groß und Marcel Sabitzer in der Startelf stehen.
Adeyemi im Fokus
Sehr interessant wird es hingegen in der Offensive - besonders im Hinblick auf die Personalie Karim Adeyemi. Der Flügelflitzer war von Interimstrainer Mike Tullberg in Heidenheim ein- und wieder ausgewechselt und im Anschluss für seine Leistung öffentlich vom Trainer kritisiert worden. Doch was macht Kovac mit dem 23-Jährigen?
Auf der PK sprach der Trainer seinem neuen Schützling zumindest schon mal sein Vertrauen aus. "Ich weiß, welche Fähigkeiten er mitbringt. Er muss es einfach halten, wenn er das tut und seine Geschwindigkeit einsetzt, ist er für uns ein wichtiger Faktor. Ich spüre, dass er motiviert ist. Er kriegt von mir das Vertrauen, das jeder Spieler braucht", meinte der Ex-Bayern-Coach.
Gegen den VfB bekommt der BVB-Star wohl seine Chance in der Startelf, muss das Vertrauen jedoch zurückzahlen und steht vor richtungsweisenden Wochen. Kovac kündigte bei seinem Antritt an, dass ihm Disziplin und akribische Arbeit sehr wichtig sei, was der Wirbelwind auch schon mal vermissen ließ. Zudem ist die Zukunft des Dribbelkünstlers ein offenes Thema.
Wie Sky berichtete und Napoli-Sportdirektor Giovanni Manna bekräftigte, war der BVB sich bereits mit Neapel über einen Wintertransfer einig. "Ich kann bestätigen, dass wir mit Borussia Dortmund eine grundsätzliche Einigung über Adeyemi erzielt hatten", meinte der Neapel-Boss in einer Medienrunde.
Adeyemi-Entscheidung gefallen?
Letztlich scheiterte der Transfer zwar, aber zeigte, dass Dortmund bereit ist, Adeyemi abzugeben. Manna fügte außerdem hinzu, dass er "gelesen habe, dass er [Adeyemi, Anm .d. Red.] bereits zugestimmt hat, im Juli zu einem anderen Verein zu wechseln". Eine fixe Entscheidung hat der 23-Jährige nach Sky Informationen noch nicht getroffen, doch Wechselgerüchte werden auch weiter ein Thema sein und das Interesse von Neapel, Juventus und Chelsea nicht abreißen.
Zunächst einmal werden der BVB und Kovac die Leistungen von Adeyemi aber genau betrachten, angefangen mit der Partie gegen Stuttgart. Die Trainingserkenntnisse aus dieser Wochen zeigen nach Sky Informationen, dass neben dem Offensiv-Star dabei Julian Brandt, Jamie Gittens und Serhou Guirassy von Beginn an auflaufen, während Maximilian Beier wohl mit einem Bankplatz vorliebnehmen muss.
Neuzugänge noch keine Startelf-Option
Die beiden Winter-Neuzugänge Daniel Svensson und Carney Chukwuemeka sind für Stuttgart wohl noch keine Startelf-Option. Aufgrund der langen Winterpause in Dänemark machte Svensson sein letztes Pflichtspiel am 2.12 und braucht ebenso wie Chukwuemeka, der in der gesamten Saison bisher lediglich fünf Mal zum Einsatz kam, mehr Spielpraxis.
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