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2. Bundesliga News: Aufstiegskandidaten im Check

Acht Teams im Aufstiegsrennen! Schalke, HSV & Co. im Check

Tommy Doyle (M.) schießt den HSV in Paderborn zum Last-Minute-Sieg.
Image: Der Hamburger SV träumt auch in dieser Saison vom Aufstieg.  © Imago

Der Aufstiegskampf in der 2. Bundesliga spitzt sich zu. Sky Sport nimmt die Top-Teams unter die Lupe.

In der 2. Bundesliga zementierte der FC St. Pauli am vergangenen Spieltag mit einem 3:2-Sieg beim 1. FC Nürnberg Platz eins. Von Rang zwei bis zum Achten sind es nur fünf Punkte Differenz. Wir blicken auf die Top-8 und geben einen Ausblick bis zur Winterpause.

Platz 8: 1. FC Heidenheim (24 Punkte)

Das Team von der Ostalb spielt bislang sehr inkonstant. Nach drei Niederlagen am Stück zwischen Spieltag neun und elf schien die Reise eher nach unten zu gehen. Mittlerweile hat sich das Team von Trainer Frank Schmidt aber wieder gefangen und zuletzt zwei Siege in Folge gefeiert.

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Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass Heidenheim im Saisonendspurt auch im Kampf um den Aufstieg eine Rolle spielen kann. Zudem hat der FCH mit den Spielen gegen Schalke (1:0-Sieg) und gegen den Hamburger SV (0:0) bewiesen, dass man gegen die Schwergewichte der 2. Bundesliga punkten kann. Die kommenden Aufgaben vor der Winterpause gegen Regensburg (zu Hause), Karlsruhe (auswärts) und Paderborn (auswärts) werden zeigen, wo die Reise hingeht.

Platz 7: 1. FC Nürnberg (24 Punkte)

Der Club stand bei vielen Experten vor Saisonbeginn als Aufstiegsaspriant auf dem Zettel. Die Franken erwischten auch einen sehr guten Saisonstart und blieben bis zum 12. Spieltag sogar ungeschlagen. In den letzten vier Partien setzte es nun allerdings drei Niederlagen. Besonders bitter ist das 2:3 gegen Spitzenreiter St. Pauli. Mit einem Sieg hätte der FCN bis auf zwei Punkte an die Tabellenspitze heranrücken können.

Es zieht sich bislang wie ein roter Faden durch die Saison, dass Nürnberg gegen die direkte Konkurrenz nicht gewinnen kann (2:2 in Paderborn, 2:2 in Regensburg, 2:2 beim Hamburger SV, 0:2 in Darmstadt, 1:2 gegen Werder Bremen und 2:3 gegen St. Pauli).

Es seien "noch Kleinigkeiten", die gegen die Spitzenteams fehlen würden, meinte Mittelfeldspieler Johannes Geis nach der Pleite gegen St. Pauli, wo der Club nach zehn Minuten bereits mit 0:2 im Rückstand war. Noch ist der Aufstiegszug aber nicht abgefahren und am 10.12. bekommt der FCN beim Gastspiel auf Schalke bereits die nächste Chance zu beweisen, dass man auch die Spitzenteams schlagen kann. Zudem geht es bis Weihnachten noch gegen Holstein Kiel (H) und Erzgebirge Aue (A).

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Platz 6: FC Schalke 04 (26 Punkte)

Nach einem mäßigen Saisonstart legte Schalke zwischen Spieltag acht und elf mit vier Siegen in Folge einen Zwischensprint ein. Doch aus den letzten vier Spielen gab es nur vier Punkte. Irgendwie hakt es bei den Königsblauen noch. Dazu kommt dann auch noch Pech, wie beim 1:1 in Bremen, als Schalke kurz vor Schluss einen strittigen Elfmeter gegen sich gepfiffen bekam. Die Kritik an Trainer Dimitrios Grammozis dürfte nach dem 5:2-Schützenfest gegen Sandhausen kurzfrisitg erstmal verstummen. Nun warten allerdings die Wochen der Wahrheit, wobei der Trainer zumindest bei den Kiezkickern nicht dabei sein kann.

In den kommenden drei Partien bis zur Winterpause geht es gegen drei Hochkaräter. Zunächst gastiert Schalke am kommenden Samstag beim Tabellenführer FC St. Pauli (LIVE ab 20:00 Uhr auf Sky Sport Bundesliga 2), ehe der 1. FC Nürnberg in die VELTINS-Arena kommt und das Auswärtsspiel beim Hamburger SV ansteht.

Ausgerechnet jetzt fällt Top-Torjäger Simon Terodde (schon 12 Tore) aus, was ein herber Nackenschlag ist. Noch beträgt der Rückstand auf Platz zwei nur drei Punkte. Mehr als einen Ausrutscher sollten sich die Knappen in den kommenden drei Partien nicht leisten, sonst gibt es unruhige Weihnachten.

Platz 5: Hamburger SV (26 Punkte)

Die Norddeutschen hatten unter ihrem neuen Coach Tim Walter Startschwierigkeiten und sind mit acht Unentschieden die Remis-Könige der Liga, haben aber auch erst ein Spiel verloren. Allerdings ging das ausgerechnet gegen den Erzrivalen FC St. Pauli in die Binsen (2:3). Die Formkurve der Raute zeigt in den letzten Wochen nach oben.

Hauptverantwortlich dafür sind die Offensivspieler Sonny Kittel (vier Vorlagen und ein Tor in den letzten beiden Spielen) und der neue Publikumsliebling Faride Alidou (drei Vorlagen, zwei Tore in sechs Zweitligaspielen). Um sich oben festzubeißen, muss der HSV nach den überzeugenden Siegen gegen Aufstiegskonkurrent Regnsburg (4:1) und Schlusslicht Ingolstadt (3:0) vor der Winterpause gegen Hannover 96 (A), Hansa Rostock (H) und Schalke (H) wohl mindestens sechs Punkte holen.

Platz 4: SC Paderborn (26 Punkte)

Nach den Abgängen von Trainer Steffen Baumgart (zum 1. FC Köln) und wichtigen Spielern wie Sebastian Schonlau (zum HSV) oder Sebastian Vasiliadis (zu Arminia Bielefeld) mischen die Paderborner zur Überraschung vieler unter dem neuen Coach Lukas Kwasniok wieder oben mit.

Mitverantwortlich dafür ist Sven Michel, der die Torschützenliste der 2. Bundesliga mit 13 Treffern anführt. Vor der Winterpause spielt Paderborn noch in Sandhausen, zu Hause gegen Darmstadt und gegen Heidenheim (ebenfalls zu Hause). Sechs Zähler aus drei Partien scheinen im Rahmen des Möglichen zu sein, damit Paderborn weiter vom Aufstieg träumen darf.

Platz 3: Jahn Regensburg (28 Punkte)

Das nächste Überraschungsteam. Die Mannschaft von Trainer Mersad Selimbegovic erwischte mit vier Siegen aus vier Spielen einen Traumstart, ehe es die erste Niederlage gegen St. Pauli setzte (0:2). Die Mannschaft überzeugt im Kollektiv und ist nach Standardsituationen sehr gefährlich (schon 13 Tore).

Nach zuletzt zwei Niederlagen (2:3 gegen Rostock und 1:4 beim HSV) gab es am Freitag gegen Dresden einen 3:1-Sieg. Dort bewies Coach Selimbegovic ein goldenes Händchen, indem er mit Kaan Caliskaner und Charalambos Makridis die beiden Torschützen der Treffer zum 2:1 und zum 3:1 einwechselte.

Nun geht es nach Heidenheim, ehe zwei Heimspiele gegen Bremen und Darmstadt anstehen. Sollte der Jahn mindestens vier Punkte aus diesen Partien holen, ist das Überwintern auf einem der ersten drei Plätze durchaus realistisch.

Platz 2: SV Darmstadt (29 Punkte)

Auch die Lilien hätte vor der Saison wohl kaum jemand da oben erwartet. Das Sturm-Duo Phillip Tietz und Luca Pfeiffer kommt zusammen schon auf 23 Saisontore. Mit sechs Siegen aus den letzten sieben Spielen hat die Elf von Trainer Torsten Lieberknecht einen wahnsinnigen Lauf.

Nachdem Darmstadt auf Schalke 4:2 gewann, wurde vor rund einer Woche Spitzenreiter St. Pauli mit 4:0 vom Platz gefegt. Bis zur Winterpause warten Düsseldorf (H), Paderborn (A) und Regensburg (A) auf die Hessen. Hält die Form der Lilien, können sie vielleicht sogar auf Platz eins in die Winterpause gehen.

Platz 1: FC St. Pauli (32 Punkte)

Die Männer vom Millerntor sind momentan kaum zu stoppen und haben die Entwicklung der letzten Rückrunde in dieser Saison nahtlos fortgesetzt. Die Kiezkicker haben mit Guido Burgstaller (12 Treffer) den zweitbesten Torjäger der Liga in ihren Reihen und agieren extrem zielstrebig.

In Nürnberg siegte St. Pauli auch ohne Coach Timo Schultz, der aufgrund eines positiven Corona-Tests fehlte, und bewies einmal mehr, dass es auch die engen Spiele auf seine Seite ziehen kann.

Das Team belegt mit 32 Punkten Rang eins und könnte sich mit einem Sieg am kommenden Samstag im Heimspiel gegen Schalke um neun Punkte von den Königsblauen absetzen. Zudem geht es für St. Pauli vor der Winterpause noch gegen Düsseldorf und Kiel (beide auswärts). Die Partie gegen Schalke wird sicher ein Knackpunkt. Gewinnt St. Pauli auch dieses Schlüsselspiel, werden sie mindestens bis Mitte Januar auf Platz eins verweilen.

Mehr zum Autor Thomas Goldmann

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