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Borussia Dortmund: BVB rüstet mit Özcan weiter auf - Aufstellungen unter Terzic

Özcan nicht der letzte Topdeal! So könnte der BVB unter Terzic spielen

Bei Trainer Edin Terzic und dem BVB hängt der Haussegen schief.
Image: Der BVB will mit dem neuen Trainer Edin Terzic angreifen.  © Imago

Die Planungen beim BVB laufen auf Hochtouren. Nun ist klar, dass Edin Terzic - wie von Sky berichtet - Nachfolger von Marco Rose wird. Für den Trainer gab's mit Salih Özcan gleich ein Antrittsgeschenk und Dortmund ist noch nicht fertig. So könnte der BVB unter Terzic spielen.

Borussia Dortmund macht auf dem Transfermarkt aktuell Nägel mit Köpfen. Nachdem der BVB zuletzt mit Niklas Süle und Nico Schlotterbeck die Innenverteidigung deutlich stabilisierte und anschließend mit Karim Adeyemi einen potenziellen Ersatz für Torjäger Erling Haaland, der in Zukunft für Manchester City spielen wird, verpflichtete, war nun das Mittelfeld an der Reihe: Der BVB machte die Verpflichtung Kölns Salih Özcan offiziell und bestätigte damit eine Sky Info.

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Özcan der fehlende Sechser

Im türkischen Mittelfeldspieler haben die Dortmunder Verantwortlichen endlich den defensiv denkenden Sechser gefunden, der durch Zweikampfstärke und eine gewisse Portion Aggressivität überzeugt und der zuletzt so schmerzhaft vermisst wurde im Dortmunder Kader.

Doch der Vizemeister ist noch längst nicht fertig, denn nach Sky Informationen soll nach wie vor noch ein körperlich starker Angreifer für die Offensive verpflichtet werden. Zwei Kandidaten gibt es: Die zweifelsfrei bekanntere Option wäre Ajax-Knipser Sebastien Haller, der Bundesligafans noch seiner erfolgreichen Zeit bei Eintracht Frankfurt ein Begriff ist. Die Alternative heißt Hugo Ekitike von Stade Reims. Einer der beiden 1,90-Hünen soll auf jeden Fall noch zum Team stoßen, um dem Trainer mehr Variabilität zu ermöglichen.

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Terzic muss liefern

Nun steht auch offiziell fest, dass dieser Trainer Edin Terzic heißen wird. Was Sky Sport vorab bereits exklusiv berichtete, ist nun Gewissheit. Der BVB will mit dem Pokalsiegertrainer der Vorsaison in der kommenden Spielzeit angreifen und nach Möglichkeit weitere Titel sammeln.

Heißt aber auch: Sollte tatsächlich noch ein Angreifer der Güteklasse Haller oder Ekitike an den Borsigplatz wechseln, muss Terzic liefern. Ausreden gibt es keine. Der BVB scheint sowohl in der Spitze als auch in der Breite über besseres Personal zu verfügen als noch in der abgelaufenen Spielzeit und der Kader scheint auch deutlich ausgewogener besetzt zu sein.

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Borussia Dortmund will den nächsten Angriff auf die deutsche Meisterschaft starten.

Chance für jüngere Spieler?

Es wird auf jeden Fall zu Härtefällen kommen und es ist durchaus möglich, dass sich Leute öfter auf der Ersatzbank wiederfinden, als ihnen lieb ist. Erst recht, wenn Terzic seinem Ruf treu bleibt und auch jüngeren Spielern wie Außenverteidiger Tom Rothe, Flügelspieler Jamie Bynoe-Gittens oder Angreifer Youssoufa Moukoko konsequent Einsatzchancen einräumt.

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Offen ist, in welchem System Terzic seine Mannschaft auflaufen lassen wird. 2020/21 setzte er meistens auf das altbekannte 4-2-3-1, aber das lag möglicherweise auch daran, dass diese Formation zum damaligen Spielerpersonal am besten passte. Wie sieht das für die Mannschaft im kommenden Jahr aus? Sky Sport hat drei Aufstellungs-Optionen näher beleuchtet.

Option eins: BVB im 4-2-3-1-System

So könnte der BVB in der Saison 2022/23 in einem 4-2-3-1-System auflaufen.
Image: So könnte der BVB in der Saison 2022/23 in einem 4-2-3-1-System auflaufen.  © Sky

Der Vorteil dieser Formation ist, dass sämtliche Spieler mit diesem System vertraut sind. Vor Torhüter Gregor Kobel würden Thomas Meunier, die Neuzugänge Süle und Schlotterbeck sowie Linksverteidiger Raphael Guerreiro die Viererkette bilden. Auf der Doppelsechs würde Ozcan den defensiveren Part neben Superstar Jude Bellingham einnehmen und in der Offensive hätte Terzic zahlreiche Optionen: Auf der Zehn dürfte Kapitän Marco Reus gesetzt sein hinter der noch zu verpflichtenden Spitze Haller oder Ekitike. Für die beiden Flügelpositionen kämen neben Giovanni Reyna und Adeyemi auch Spieler wie Donyell Malen, Thorgan Hazard oder Julian Brandt in Frage.

Problematisch wäre in diesem System allerdings, dass es keinen Platz für Mats Hummels gibt. Wie wird der Führungsspieler mit einer derartigen Degradierung umgehen? Ein weiteres Problem wäre die Position des linken Verteidigers. Guerreiro zählt vielleicht zu den besten Fußballern der gesamten Bundesliga, ist aber in der Defensive einfach zu fehlerbehaftet und lässt zuviel über seine Seite zu. Youngster Rothe wäre eine defensiv wohl stabilere Option, aber kann der BVB wirklich auf die offensiven Qualitäten des Portugiesen verzichten? Auch in der Offensive fühlen sich Neuzugang Adeyemi und der 30-Millionen-Euro-Mann Malen in einem Zweier-Angriff etwas wohler als auf dem Flügel. Dies alles wird Terzic berücksichtigen müssen.

Option zwei: BVB im 3-5-2-System

So könnte der BVB in der Saison 2022/23 in einem 3-5-2-System auflaufen.
Image: So könnte der BVB in der Saison 2022/23 in einem 3-5-2-System auflaufen.  © Sky

In dieser Formation wären sämtliche Bedenken wie weggewischt. Kobel bleibt natürlich im Tor und davor würde Hummels den zentralen Part der Dreierkette einnehmen. Eine Position, in der auch seine Geschwindigkeitsdefizite gut kaschiert werden können. Linksfuß Schlotterbeck und Rechtsfuß Süle würden die Dreierreihe in der Abwehr vervollständigen und kennen diese Rolle aus ihren vorherigen Vereinen gut.

Als rechter Schienenspieler wäre Marius Wolf eine gute, da offensivere, Alternative zu Meunier. Links ist Guerreiro gesetzt und kann hier seine Stärken mit dem Ball perfekt einbringen. Das restliche Mittelfeld wird komplettiert durch Abräumer Özcan, Box-to-Box-Spieler Bellingham und Reus, der hinter den beiden Spitzen Haller/Ekitike und Adeyemi alle Freiheiten hat.

Problematisch an dieser taktischen Variation ist aber, dass der BVB zu wenige Innenverteidiger im Kader hat, wenn man dauerhaft mit einer Dreierkette agieren will. Den Hummels-Part könnte möglicherweise noch Emre Can übernehmen, aber sonst? Manuel Akanjii wird der Klub wohl trotz Vertrag bis 2023 noch verlassen und auch das Arbeitspapier von Dan-Axel Zagadou wurde nicht ausgedehnt. Ist Teenager Soumaila Coulibaly bereit für den nächsten Schritt? Kommt noch ein Abwehrspieler? Diese Fragen müssen erst beantwortet werden, ehe der BVB vollständig auf ein 3-5-2 oder alternativ auch ein 3-4-3 bauen könnte.

Option drei: BVB im 4-4-2 mit Raute

So könnte der BVB in der Saison 2022/23 in einem 4-4-2-System in einer Raute auflaufen.
Image: So könnte der BVB in der Saison 2022/23 in einem 4-4-2-System in einer Raute auflaufen.  © Sky

Vielleicht überrascht Terzic auch mit einem System, dass aktuell kaum einer auf dem Zettel hat. Bei einem 4-4-2 mit Raute wäre die Viererkette wie oben schon beim 4-2-3-1 beschrieben. Im Mittelfeld würde Ozcan den alleinigen Sechser geben, während Bellingham über eine der Halbpositionen Dampf nach vorne machen könnte. Sein Pendant auf der anderen Seite könnte Mahmoud Dahoud sein, sofern er sich in einem Formhoch befindet und der Mannschaft durch seine Qualität weiter nach vorne bringt. Der Zehner wäre wieder Reus, wobei Reyna in diesem System die Rolle sicherlich auch sehr stark ausfüllen würde hinter dem Zweiersturm Haller/Ekitike und Adeyemi.

Fazit:

Dies sind nur drei mögliche Aufstellungen, auf die Terzic in der kommenden Saison setzen kann. Von der Bank kann er zudem beispielsweise mit Brandt enorm viel Qualität nachlegen. Und wenn auch die Jungspunde unter Terzic einen Schritt nach vorne machen, ist dem BVB in der kommenden Spielzeit tatsächlich viel zuzutrauen. Möglicherweise sogar ein Titel. Den Grundstein dazu hätten die Verantwortlichen jetzt gelegt, denn Borussia Dortmund macht auf dem Transfermarkt aktuell Nägel mit Köpfen...

Mehr zum Autor Robert Gherda

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