Freiburg-Boss Keller plädiert für 50+1-Regel und Neuzugänge
SC-Präsident Fritz Keller spricht Klartext
27.11.2017 | 20:03 Uhr
Freiburgs Präsident Fritz Keller hat sich im Interview mit Sky Sport News HD für den Erhalt der 50+1-Regel stark gemacht. Außerdem kündigt er im Kampf um den Klassenerhalt Winter-Neuzugänge für den Tabellen-16. an.
Die 50+1-Regel soll verhindern, dass Investoren die Macht in einem Klub an sich reißen. In Deutschland wird sie viel diskutiert. Spätestens seit 1860-München-Investor Hasan Ismaik gegen die Regel vorgehen will - und der nicht unumstrittene Martin Kind bei Hannover 96 eine Ausnahmegenehmigung beantragt hat.
Fritz Keller, Präsident des SC Freiburg, hat sich im Interview mit Sky Sport News HD klar positioniert. Er fordert den Erhalt der 50+1-Regel. "Ich finde dieses Land ist so gut gefahren mit 50+1. Wir sehen ja auch: Umso mehr Geld rein kommt, umso mehr gleitet es aus den Fingern wieder weg. Geld allein ist nicht alles - und deshalb gilt es einfach, sauber und anständig zu wirtschaften. Ich bin ganz klar dafür, die 50+1-Regel so lange wie möglich zu erhalten", plädiert Keller.
Zudem ärgert sich der 60-Jährige über die teilweise saftigen Ticket-Preise in internationalen Stadien: "Es gibt ein paar Ligen, da können sich die Fans die Spiele nicht mehr leisten - das geht nicht. Die Funktion des Fußballs, alle gesellschaftlichen Teile zusammenzubringen, das ist der Erfolg dieses Spiels", betont der 1. Vorsitzende der Breisgauer.
Keller stellt Winter-Neuzugänge in Aussicht
Sportlich läuft es beim SC in dieser Saison durchwachsen - momentan steht Platz 16 zu Buche. Anlass für Verstärkungen im Winter. "Ich glaube, dass wir aufgrund der aktuellen Verletzungssituation den einen oder anderen Kollegen dazu werben könnten", stellt Keller Neuzugänge in Aussicht. Freiburg setze allgemein auf die Jugend, im Abstiegskampf seien jedoch erfahrene Spieler die bessere Option.
Die Ausgliederung der Abteilung Profifußball ist für den Klub offenbar kein Thema. "Die meisten Vereine haben ausgegliedert, weil sie Führungsschwächen, Strukturprobleme oder finanzielle Probleme gehabt haben - bei uns ist das nicht der Fall", so der Präsident.