Mit Neymar am Flipchart: Tuchels PSG-Plan
PSG-Trainer Thomas Tuchel über den Superstar
22.05.2018 | 10:12 Uhr
Thomas Tuchel sprach vor seiner offiziellen Vorstellung am Sonntag als PSG-Coach exklusiv mit Sky Reporter Maximilian Bielefeld über das erste Treffen mit Superstar Neymar.
Für Thomas Tuchel beginnt jetzt das neue Abenteuer bei Paris St. Germain. Vorab gab es bereits ein erstes Treffen mit Neymar. "Das Gespräch haben wir auf Englisch und ein bisschen Portugiesisch geführt. Aber auch Maxwell war dabei und hat mir Gott sei Dank auch geholfen, das hat es einfacher gemacht", verrät Tuchel im exklusiven Interview mit Sky Reporter Maximilian Bielefeld.
Flipchart für Neymar
Der deutsche Trainer hat den brasilianischen Superstar auch direkt mit einem Hilfsmittel überrascht. "Ich hatte ein Flipchart und wer weiß, wenn ich ein Flipchart habe und paar Marker, dann zeige ich auch gern was auf. Es ging dabei um eine Idee, ihm zu beschreiben und ein Gefühl davon zu geben, wie ich über Fußball denke", so der ehemalige BVB-Trainer.
Tuchel zeigt sich von dem ersten Treffen mit seinem neuen Spieler sehr angetan und gerät ins Schwärmen. "Ich fand es ein tolles Gespräch. Es war sehr beeindruckend ihn kennenzulernen. Er ist einer der außergewöhnlichsten Spieler, ein Künstler. Die Künstler sind kreativ, den Künstlern darf man nicht zu viel Verantwortung übertragen. Aber sie sind dann nachher doch bereit, eine Mannschaft zu ziehen und Verantwortung zu übernehmen. Wir brauchen da ein ganz besonderes Handling und es ist eine große Herausforderung für mich. Ich bin voller Vorfreude."
Tuchel geht von Neymar-Verbleib aus
Tuchel stellte auch sofort klar, dass er an der Spielausrichtung in Paris nichts ändern wird. "Wir versuchen jetzt eine Struktur um Neymar zu bauen, die es ihm ermöglicht, frei anzugreifen, sich wohl zufühlen. Wenn wir das schaffen, dann ist er der Schlüssel."
Angst, dass der Superstar noch aus der französischen Hauptstadt flüchtet, hat er nicht. "Der Präsident hat gesagt zu 2000 Prozent. Wenn ich mich darauf nicht verlasse, auf was dann noch?", fragt Tuchel mit einem Lächeln. "Ich verlasse mich felsenfest darauf und habe ihm auch gesagt, dass ich mich freue, mit ihm zusammen zu arbeiten."