Nations League: Frankreich klarer Favorit gegen Deutschland

Nations League: Frankreich gegen Deutschland

Die deutsche Nationalmannschaft trifft im Stade de France auf Weltmeister Frankreich.
Image: Die deutsche Nationalmannschaft trifft im Stade de France auf Weltmeister Frankreich.  © Getty

Im Stade de France fordert die DFB-Elf Frankreich. In der aktuellen Form scheint die Aufgabe aussichtslos. Sky Sport sieht dennoch ein paar Mutmacher.

1. Mutmacher: Hinspiel

Der Auftakt der DFB-Elf zur Nations League nach dem WM-Desaster war durchaus gelungen. Mit dem respektablen 0:0 gegen Weltmeister Frankreich agierte die deutsche Nationalmannschaft stabil und kompakt. Bundestrainer Joachim Löw stoppte die französische Tormaschinerie mit einer Abwehrkette aus vier nominellen Innenverteidigern.

Die DFB-Elf hatte in der Münchner Allianz Arena zu Beginn die Initiative übernommen und die hochkarätig besetzte französische Offensive im Zaum gehalten. Die Defensive überzeugte über weite Strecken der Partie.

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Auch in der Offensive konnten Timo Werner, Marco Reus und Co. für eine Dauerbeschäftigung von Alphonse Areola sorgen. Der Keeper von Paris St. Germain verhinderte mit Glanzparaden die Niederlage der Equipe Tricolore.

2. Mutmacher: Französische Defensive

Ein Garant auf dem Weg zum WM-Titel war Raphaël Varane. Der Innenverteidiger von Real Madrid hatte es verdienterweise in die Sky Sport Top-Elf der WM 2018 geschafft. Die überzeugenden Auftritte in Russland konnte der 25-Jährige bei den Königlichen in der laufenden Saison allerdings nicht bestätigen.

Real steckt seit Wochen in einer Ergebniskrise. Hervorgerufen unter anderem auch durch individuelle Fehler in der Defensive - die Aussetzer von Varane führten zu mehreren Gegentoren. Der einstige Turm in der Abwehr schwächelt derzeit und ist aktuell immer mal für einen Lapsus anfällig.

Frankreichs Coach Didier Deschamps wird höchstwahrscheinlich auch Benjamin Pavard in der Startelf aufbieten. Der 22-Jährige soll bei Les Blues die rechte Außenbahn dicht machen. Allerdings steckt der Weltmeister mit dem VfB Stuttgart tief im Abstiegskampf.

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3. Mutmacher: Hoffnungsträger Leroy Sané

Wenn der Bundestrainer auf die mittlerweile lauter werdende Stimme der deutschen Fußball-Fans hört, sollte Löw auf den formstarken Youngster von Manchester City setzen und nicht auf seine altgedienten Weltmeister. Mit dem 22-jährigen Flügelflitzer schmort ein Offensivjuwel auf der Bank, dass für Kreativität, Schnelligkeit, Frechheit und Torgefährlichkeit steht.

Beim 0:3 in Amsterdam sorgte Sané mit seiner Einwechslung für neuen Schwung. Seine Zahlen sprechen definitiv für einen Startelf-Einsatz: 33 Minuten Spielzeit, 21 Ballkontakte, 86 Prozent Passquote, sechs Dribblings, vier Torschüsse, eine Großchance.

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4. Mutmacher: DFB-Elf erspielt sich Torchancen

Ein Grund für die Niederlage gegen die Elftal war für alle Beteiligten offensichtlich - die Chancenverwertung. Joachim Löw brachte es nach dem 0:3 auf den Punkt: "Wir haben gute Chancen gehabt, schaffen es aber nicht, den Ball im Tor unterzubringen."

Mats Hummels stimmte dem Bundestrainer bei: "Das Ergebnis, dass muss man ganz klar sagen, passt nicht ansatzweise zum Spiel. Wir verpassen es, uns in eine Situation zu bringen, dass wir das Spiel aus einer Führung heraus gestalten können. Rein spielerisch haben wir vieles gut gemacht. Es war eine Frage der fehlenden Chancenverwertung."

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5. Mutmacher: Jede Serie endet

Seit drei Pflichtspielen ist das DFB-Team inzwischen schon torlos. Das gab es noch nie in der deutschen Länderspielgeschichte. Aber der vierfache Weltmeister erspielt sich zumindest genügend Möglichkeiten - sowohl im Hinspiel gegen Frankreich (13:8 Torschüsse) als auch bei der Pleite gegen Oranje (21:14 Torschüsse) gaben die deutschen Adler mehr Torschüsse ab als die Gegner.

So trostlos sich die Torausbeute in den letzten Länderspielen auch liest - irgendwann endet jede Serie!

Mehr zum Autor Peter Bielefeldt