Torwart-Titan Oliver Kahn berichtet über Burnout
1999 ging beim Ex-Nationalkeeper "nichts mehr"
26.06.2017 | 17:37 Uhr
Es kann auch die Stärksten treffen: Der einstige Welttorhüter Oliver Kahn räumt erneut ein, dass er im Jahr 1999 an einem Burnout litt.
Nach der bitteren Pleite gegen Manchester United im Champions-League-Finale, war der damalige Bayern-Keeper am Boden. Er sei in einer Situation gewesen, "wo geistig und körperlich gar nichts mehr ging", sagte der 48-Jährige in der WDR-Sendung "Ich stelle mich".
Er sei "morgens aufgewacht und wusste nicht mehr, wie komme ich jetzt eigentlich zum Training? Wie schaffe ich es überhaupt, im Haus die Treppe runterzukommen und neue Kräfte aufzubauen", so Kahn weiter: "Und da habe ich dann gemerkt: So kannst du nicht weiter agieren."
Streben nach Erfolg kann krank machen
Der ehemalige Nationaltorhüter nennt seinen großen Ehrgeiz als Ursache für das seelische Tief: "Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass das Streben nach Erfolg, wenn es dauerhaft exzessiv und zwanghaft betrieben wird, krank machen kann."
Bereits in seiner Biografie hatte Kahn im Jahr 2010 von einem Burnout berichtet.