Spanien & Österreich kurz vor WM-Ticket - Belgien lässt Chance liegen
Spanien hat das direkte WM-Ticket so gut wie sicher. Mit dem lockeren 4:0 (3:0)-Sieg in Georgien baute der Europameister seine makellose Bilanz in der Qualifikationsgruppe E auf fünf Siege und 19:0 Tore aus .
15.11.2025 | 23:51 Uhr
Belgien hat überraschend das Ticket für die WM 2026 noch liegen gelassen. In Kasachstan mussten sich die Roten Teufel nach frühem Rückstand mit einem 1:1 (0:1) begnügen, haben die Quali aber noch in der eigenen Hand.
Spanien liegt vor dem letzten Spieltag und dem direkten Duell mit Verfolger Türkei praktisch uneinholbar an der Tabellenspitze.
Die Türken sicherten mit dem 2:0 (1:0) gegen Schlusslicht Bulgarien Rang zwei ab, der Weg zur WM in den USA, Kanada und Mexiko führt demnach höchstwahrscheinlich über die Playoffs. Der Gruppensieg ist nur noch theoretischer Natur, der Rückstand auf Spanien beträgt vor dem Topspiel am Dienstag in Sevilla drei Punkte und 14 Tore Differenz.
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Spanien sorgt früh für klare Verhältnisse
Mikel Oyarzabal mit einem Doppelpack (11., Handelfmeter/63.), Martin Zubimendi (22.) und Ferran Torres (34.) sorgten in Tiflis, wo am Dienstag auch die deutsche U21 in der EM-Qualifikation gastiert, für die Treffer der Spanier. Oyarzabal legte noch einen weiteren Treffer für die Iberer nach (63.), die ohne die verletzten Pedri (Oberschenkel) und Lamine Yamal (Schambeinprobleme) auskommen mussten.
Für die Türken erzielte Hakan Calhanoglu die Führung ebenfalls per Handelfmeter (18.). Die Entscheidung in Bursa brachte ein Eigentor von Atanas Chernev (84.).
Belgien reicht ein Remis
Aufgrund der deutlich besseren Tordifferenz gegenüber den zweitplatzierten Nordmazedoniern sollte bereits ein Unentschieden am Dienstag (20:45 Uhr bei DAZN) im letzten Spiel gegen den großen Außenseiter Liechtenstein genügen, um die 15. WM-Teilnahme perfekt zu machen. Nordmazedonien tritt zeitgleich in Wales an.
Nachdem Dastan Satpayev (9.) den Favoriten früh geschockt hatte, sicherte Hans Vanaken (48.) den Belgiern, bei denen der Frankfurter Arthur Theate als einziger Bundesliga-Profi mitwirkte, noch einen Punkt. Auch aus der Überzahl nach einer Roten Karte gegen Kasachstans Islam Chesnokov (79.) konnte das Team von Trainer Rudi Garcia in der Schlussphase kein Kapital mehr schlagen.
Belgien übernahm in Kasachstans Hauptstadt Astana über weite Strecken die Spielkontrolle, doch die Gastgeber zeigten immer wieder gefährliche Vorstöße. Bereits die zweite Gelegenheit nutzte Satpayev, indem er einen Konter mit einem Schuss aus elf Metern ins kurze Eck abschloss. Nach der Pause wurde Belgien gefährlicher, doch nur Vanaken schaffte es mit einem Kopfball, Temirlan Anarbekov zu überwinden.
Österreich fast am Ziel
Österreich steht kurz vor der direkten WM-Qualifikation. Die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick erledigte beim 2:0 (1:0)-Sieg auf Zypern ihre Pflichtaufgabe und liegt vorerst fünf Punkte vor Bosnien-Herzegowina. Gewinnt der Verfolger am Abend (20:45 Uhr bei DAZN) nicht gegen Rumänien, ist Österreich das WM-Ticket und damit die erste Teilnahme seit 1998 vor dem letzten Spieltag nicht mehr zu nehmen.
Rekordtorschütze Marko Arnautovic brachte die Alpenkicker nach einem Foul am Leipziger Christoph Baumgartner per Elfmeter in Führung (18.) und sorgte mit seinem zweiten Treffer nach der Pause für die Vorentscheidung (56.). Mit Baumgartner, Marcel Sabitzer, Romano Schmid, Nicolas Seiwald, Konrad Laimer, Xaver Schlager und Philipp Lienhart standen insgesamt sieben Bundesliga-Profis in der Startelf, Kapitän David Alaba fehlte gesperrt.
Mit einem Sieg könnte Bosnien-Herzegowina den Abstand wieder auf zwei Punkte verkürzen - und das abschließende Gruppenspiel am Dienstag in Wien damit zu einem Endspiel um das direkte Ticket für die WM in den USA, Kanada und Mexiko machen.
Schweiz mit einem Bein bei der WM
Der Schweizer Fußball-"Nati" ist die direkte WM-Qualifikation kaum noch zu nehmen. Das Team von Trainer Murat Yakin blieb mit dem 4:1 (1:1)-Sieg gegen Schweden in der Gruppe B weiter ungeschlagen und steht vor dem letzten Spieltag weiter drei Punkte vor dem Kosovo. Dänemark und Schottland verpassten in der Gruppe C dagegen einen Riesenschritt in Richtung XXL-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko.
Der ehemalige Schalker und Gladbacher Breel Embolo brachte die Schweiz in Führung (12.) und holte auch den fragwürdigen Elfmeter raus, den Rekordnationalspieler Granit Xhaka sicher verwandelte (60.). Dan Ndoye sorgte für die Entscheidung (75.), Benjamin Nygren hatte zwischenzeitlich ausgeglichen (33.). Den Schlusspunkt setzte der Freiburger Johan Manzambi (90.+4). Für den Kosovo traf der Hoffenheimer Fisnik Asllani (6.) zur Führung. Sloweniens Petar Stojanovic sah die Gelb-Rote Karte (53.), dabei wurde er erst zur Pause eingewechselt. Ein Eigentor brachte die Entscheidung.
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