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Premier League: Der FC Chelsea im Saisoncheck

Die Top-6 der höchsten englischen Spielklasse im Fokus

Lucia Hauck

07.08.2019 | 21:46 Uhr

12:48
Im September 2000 liefern sich Manchester United und der FC Chelsea eines der packend Spiele der Premier League.

Die Premier League ist zurück aus der Sommerpause. Der FC Liverpool eröffnet am Freitag die neue Saison gegen Norwich City. Bis es soweit ist, stellen wir Euch jeden Tag ein Top-Team vor und schätzen die Titelchancen ein. Heute ist der FC Chelsea an der Reihe.

Mit dem Europa-League-Titel haben die Blues die vergangene Saison triumphal beendet - was jedoch nicht darüber hinwegtäuschen konnte, dass man in der heimischen Liga beim Titelendspurt nur Zuschauer war. Immerhin sicherten sich die Londoner als Dritter nach einem Jahr Abstinenz wieder einen Startplatz in der Champions League.

Der große Angriff auf die Spitze ist auch in der kommenden Saison eher nicht zu erwarten, zumal Chelsea so manche Herausforderung zu bewältigen hat.

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Hazard hinterlässt Lücke

Mit Frank Lampard kam ein neuer Trainer, der den Verein zwar in- und auswendig kennt, an der Seitenlinie aber noch relativ unerfahren ist. Seine ersten Schritte als Chefcoach machte der 41-Jährige in der vergangenen Saison beim Zweitligisten Derby County.

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Und: Während die Konkurrenz fleißig Spieler verpflichtete, sind Chelsea die Hände gebunden. Die Londoner sitzen derzeit eine Sperre von zwei Transferperioden ab und können voraussichtlich erst im Sommer 2020 wieder neue Spieler holen. Bis dahin müssen die Blues mit dem vorhandenen Personal auskommen. Genauer gesagt, mit dem Personal, das noch übrig bleibt. Denn den einen oder anderen Spieler musste Chelsea schweren Herzens ziehen lassen.

Am meisten schmerzt der Abgang von Offensiv-Star Hazard, der für die kolportierte Ablösesumme von 100 Millionen Euro zu Real Madrid wechselte. Außerdem kehrt mit Gonzalo Higuain eine Alternative im Sturm durch das Ende der seiner Leihe zu Juventus zurück.

Chelsea trickst bei Transfersperre

Ganz kalt wird man von der Transfersperre allerdings nicht erwischt. Die Blues haben für die neue Saison noch ein paar Asse im Ärmel.

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Mit Christian Pulisic hat Chelsea seinen Königstransfer nämlich vorsorglich bereits im Winter getätigt. Der Deal mit dem BVB beinhaltete eine Leihe nach Dortmund bis Saisonende, weshalb der US-Nationalspieler sein Engagement an der Stamford Bridge erst zum Trainingsauftakt in diesem Sommer antrat. Der 20-Jährige ist ähnlich wie Hazard in der Offensive variabel einsetzbar und soll so die Lücke schließen, die der Belgier hinterlassen hat. 21 Pflichtspieltore und 17 Assists allein in der vergangenen Saison sind allerdings große Fußstapfen.

Lampard (l.), Hudson-Odoi (M.) und Pulisic (r.) könnten die Eckpfeiler des Neuanfangs des FC Chelsea werden.
Image: Lampard (l.), Hudson-Odoi (M.) und Pulisic (r.) könnten die Eckpfeiler des Neuanfangs des FC Chelsea werden.

Auch bei Mateo Kovacic konnten die Blues ihre Transfersperre geschickt umgehen. Der kroatische Mittelfeldspieler war bis Ende der vergangenen Saison von Real Madrid an Chelsea ausgeliehen und somit noch bis zum 30. Juni bei den Londonern gemeldet. Durch die nun direkt anschließende feste Verpflichtung ab dem 1. Juli ist keine neue Registrierung nötig - die Transfersperre greift also nicht.

Callum Hudson-Odoi als Hoffnungsträger

Ansonsten kann Lamapard bei der Verstärkung seines Kaders nur auf die Rückkehr einiger Leihspieler, darunter zum Beispiel Tiemoue Bakayoko (AC Mailand) und Michy Batshuayi (Crystal Palace), sowie das eine oder andere Talent aus dem Nachwuchs, setzen.

Die größten Hoffnungen liegen dabei wohl auf Callum Hudson-Odoi. Der 18-Jährige, der aktuell noch an einem Achillessehnenriss laboriert, hat sich nach den heftigen Avancen vom FC Bayern nun offenbar für einen Verbleib in London entschieden und wird seinen Vertrag voraussichtlich verlängern. Das Chelsea-Eigengewächs soll mittelfristig als Hazard-Nachfolger fungieren.

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Chelsea braucht Zeit

In der Vorbereitung verkauften sich die Blues bisher ordentlich, auch wenn wohl lediglich der 2:1-Sieg gegen den FC Barcelona eine kleine Standortbestimmung zulässt.

Klar ist: Chelsea wird Zeit brauchen. Zeit, bis die Mannschaft Lampards Spielphilosophie verinnerlicht hat. Zeit, bis sich Pulisic im seinem neuen Umfeld akklimatisiert hat. Und Zeit, bis Hudson-Odoi vom Hoffnungsträger zum Leistungsträger gereift ist. Der Grundstein für eine erfolgreiche Saison scheint aber jedenfalls gelegt zu sein.

Sky nimmt die Top-6-Teams der Premier League unter die Lupe:

Zum Sky Saisoncheck des FC Arsenal geht's hier.

Zum Sky Saisoncheck von Manchester United geht's hier.

Zum Sky Saisoncheck von Tottenham Hotspur geht's hier.

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