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FC Schalke 04 News: wie startklar ist S04 zum Trainingsauftakt?

Trainingsauftakt auf Schalke: Wie startklar ist S04?

Robert Gherda und Dirk große Schlarmann

22.06.2021 | 17:39 Uhr

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Der FC Schalke startet das Kapitel 2. Bundesliga (Videolänge: 2:11 Min.).

Nur dreieinhalb Wochen nach dem Abstieg aus der Bundesliga geht es beim FC Schalke 04 schon wieder weiter. Die Knappen bitten als erster Klub zum Trainingsauftakt. Sky Sport macht den Check: Wie startklar ist Schalke?

Startschuss auf Schalke! Trainer Dimitrios Grammzis bittet die Spieler zum Trainingsauftakt. Als erster Profiverein Deutschlands überhaupt. So früh starteten die Königsblauen seit Jahren nicht mehr in eine Vorbereitung, doch bei den Knappen ist dieser Tage ohnehin vieles neu.

Sowohl auf dem Platz, aber auch abseits des grünen Geläufs. Sportvorstand Peter Knäbel sprach auf der abgebrochenen Mitgliederversammlung davon, dass bis Transferschluss rund 70 Personalentscheidungen getroffen werden müssten. Einige davon mussten die Verantwortlichen bereits durchwinken. Sky Sport prüft daher, wie startklar Schalke bereits ist.

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Wer kam? Wer ging?

S04 hatte den Vorteil, dass die Verantwortlichen schon frühzeitig für die 2. Bundesliga planen konnten, da der Abstieg sich schon länger abzeichnete. Bereits im Mai gaben die Knappen daher die Trennung von zehn Spielern bekannt. Vor einigen Wochen machte der Pottklub auch den Abschied der beiden Publikumslieblinge Klaas-Jan Huntelaar und Sead Kolasniac publik. Zudem wurde Suat Serdar für etwa acht Millionen Euro an Hertha BSC verkauft und der Vertrag mit Großverdiener Sebastian Rudy wurde aufgelöst.

Auf der Gegenseite konnte Schalke auch schon sechs Neuzugänge präsentieren. Die Verantwortlichen setzten dabei fast ausnahmslos auf gestandene Spieler, die vorangehen und als Charakterköpfe in der Kabine gelten. Einzig der 24-jährige Linksverteidiger Thomas Ouwejan geht noch als Youngster durch. Der Niederländer kommt leihweise von AZ Alkmaar, war zuletzt aber an den Serie-A-Klub Udinese Calcio ausgeliehen.

Die restlichen Neuen verfügen über viel Erfahrung und sollen mithelfen, dass Schalke sich in der 2. Bundesliga behaupten kann. Vom VfB Stuttgart kam der 29-Jährige Innenverteidiger Marcin Kaminski, für die rechte Seite konnte der gleichaltrige Österreicher Reinhold Ranftl vom Linzer ASK von einem Engagement auf Schalke überzeugt werden.

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Schalkes Sportdirektor Rouven Schröder über den Transfer von Reinhold Ranftl von Linz. (Videolänge: 1:57 Minuten)

Im zentralen Mittelfeld soll in Zukunft Danny Latza, der ehemalige Kapitän des FSV Mainz 05, neben Victor Palsson die Fäden ziehen, der von Darmstadt 98 kommt und absoluter Wunschspieler von Grammozis war. Das Duo ist 31 bzw. 30 Jahre alt.

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Abgerundet werden die Neuzugänge durch den Torjäger Simon Terodde. Der 33-Jährige kam ablösefrei vom Hamburger SV.

Wer soll noch gehen?

Mark Uth steht kurz vor einem Wechsel zum 1. FC Köln. Für Ozan Kabak liegen einige Angebote vor, auch er wird den Verein noch verlassen. Schalke hatte gehofft, dass der 21-Jährige seinen Marktwert bei der aktuell stattfindenden Europameisterschaft noch ein wenig erhöht, aber Kabak spielt bei der Türkei bisher höchstens eine untergeordnete Rolle.

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Schalkes Rouven Schröder über die Schwierigkeiten bei Spielerverkäufen

Bei Ex-Kapitän Omar Mascarell ist es so, dass sich mit dem FC Villarreal und Besiktas derzeit zwei Vereine nach Sky Informationen mit dem Abräumer beschäftigen. Bei Schalke wurde aber noch kein Klub vorstellig. Ähnlich sieht es bei Amine Harit aus. Angeblich sollen Atalanta Bergamo und auch Villarreal Interesse am quirligen Techniker haben, eine konkrete Anfrage gibt es aber nicht. Dennoch erscheint es wahrscheinlich, dass die beiden Spieler die Königsblauen in diesem Sommer noch verlassen.

Komplizierter gestaltet sich die Lage bei Matija Nastasic: In der Vergangenheit wurde immer wieder über eine Rückkehr in die Serie A spekuliert, aber das enorme Gehalt des Innenverteidigers bleibt ein gewaltiges Hindernis. Nach Sky Informationen steht daher eher eine Vertragsauflösung an und aktuell geht es um die Höhe der Abfindung.

Hamza Mendyl und Rabbi Matondo sind Kandidaten für eine Leihe, da keine Vereine derzeit Interesse bekunden, bezüglich des Duos in Gespräche über einen Verkauf zu gehen.

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Beim ebenfalls lange als Verkaufskandidat gehandelten Salif Sane hat sich die Situation nach Sky Informationen aktuell geändert. Derzeit prüfen die Verantwortlichen eine Vertragsverlängerung und wollen dabei aber den Vertrag anpassen, um Kosten zu senken.

Wer soll noch kommen?

Schalke würde nach Sky Informationen gerne auf der Torhüterposition etwas tun. Dass die Bosse von Ralf Fährmann nicht vollends überzeugt sind, ist nicht neu. Bereits im vergangenen Jahr wollte man Alexander Schwolow verpflichten, der aber letztlich zur Hertha ging. Fährmann selbst dagegen konnte in der Abstiegssaison nur bedingt überzeugen.

Zwar hatte der Publikumsliebling auch gute Auftritte, leistete sich aber zu viele klare Fehler wie beispielsweise gegen Bielefeld und Frankfurt. Auch der neue Torwarttrainer Wil Coort, der vor kurzem etwas überraschend Simon Henzler ablöste, hat wohl eine andere Idee des Torwartspiels. Ersatzmann Markus Schubert ist ebenfalls nicht unumstritten und startet völlig ohne Spielpraxis in die Vorbereitung, nachdem er vergangene Spielzeit bei Eintracht Frankfurt nur die Nummer zwei hinter Kevin Trapp war.

Zuletzt wurde daher spekuliert, dass Schalke Interesse am 23-jährigen Vladan Kovacevic von FK Sarajevo habe. Das berichtete die bosnische Zeitung Avaz. Problem: Sowohl Fährmann als auch Schubert haben hochdotierte Verträge und müssten erst von der Gehaltsliste gestrichen werden. Aktuell gibt es jedoch keine Interessenten. Zudem macht das Duo derzeit auch nicht ein Eindruck, dass sie den Verein gerne verlassen wollen würden. Positiv erwähnenswert: Schubert verzichtete auf seinen Sonderurlaub nach der U21-EM und wird bereits zum Trainingsauftakt dabei sein.

Ob zwischen den Pfosten noch etwas passiert, ist daher offen. Klar ist aber, dass Schalke auf jeden Fall in der Offensive noch nachlegen will. Nach Sky Informationen sollen noch ein schneller Flügelspieler, ein Spielmacher und ein weiterer Stürmer kommen. Auf den restlichen Positionen sieht man sich gut genug aufgestellt.

Wie könnte Schalke in der kommenden Saison auflaufen?

Zwar betonte Grammozis, dass die Mannschaft verschiedene Systems beherrschen muss, aber seine präferierte Formation ist ein 3-5-2. Eine mögliche Startformation könnte daher folgendermaßen aussehen:

Fährmann/Schubert - Malick Thiaw, Kaminski, Sane (Timo Becker) - Ranftl, Palsson, Latza, noch zu verpflichtender Zehner, Ouwejan - Terodde, Benito Raman/neuer Stürmer

Alternativ könnte das Team auch in einem 4-2-3-1 auflaufen. Dann könnte die erste Elf so aussehen:

Fährmann/Schubert - Ranftl, Thiaw, Kaminski, Ouwejan - Palsson, Latza - Raman, neuer Zehner, neuer Flügelspieler/Matthew Hoppe - Terodde

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Wer sind die Alternativen?

Grammozis gab einigen Youngstern in der Bundesliga eine Bewährungschance und diese Akteure könnten auch eine Etage tiefer noch wichtig sein. Entweder von Beginn an oder als Alternativen von der Bank. Eine mögliche Ersatzbank könnte folgendermaßen aussehen: Schubert/Fährmann (Tor), Mehment Aydin (RV), Becker (RV, IV), Kerim Calhanoglu (LV, LM), Florian Flick (DM), Can Bozdogan, Levent Mercan, Nassim Boujellab (alle OM), Hoppe, Ahmed Kutucu (ST)

Erwartungshaltung: Ist der direkte Aufstieg Pflicht?

Nein! Viele Fans hoffen sicherlich auf den sofortigen Wiederaufstieg. Die Verantwortlichen würden dies selbstredend auch gerne so haben, stapeln aber tief: Knäbel stellte auf der Mitgliederversammung klar, dass er den Aufstieg und Siege in Serie nicht versprechen könne, sondern nur, dass man alles dafür tun werde.

Der Etat ist laut Vereinsangaben zwar so, "dass man oben mitspielen kann", allerdings würde Schalke laut Finanzvorständin Christina Rühl-Hamers auch ein zweites Jahr in der 2. Bundesliga überstehen. Die Bosse sind sich dessen bewusst, dass eine direkte Rückkehr bei Konkurrenten wie Werder Bremen, Hamburger SV, Fortuna Düsseldorf, 1. FC Nürnberg, Hannover 96, Holstein Kiel & Co. definitiv kein Selbstläufer wird.

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Roman Neustädter beschreibt, was auf Schalke in der 2. Bundesliga zukommen wird (Videolänge: 0:30 Min.).

Was hat sich sonst noch getan?

Einiges. Gemeinsam mit dem neuen Sportdirektor Rouven Schröder stellte Schalke beispielsweise bereits vor einigen Wochen in Andre Hechelmann einen neuen Chefscout und Jörn Menger einen Leiter Athletik vor. Hechelmann kam aus Mainz, Menger konnte vom VfL Bochum abgeworben werden. In einigen Bereichen mussten sich die Knappen auch verschlanken. Beispielsweise trennte sich der Verein vor wenigen Tagen vom Integrationsbeaftragten Massimo Mariotti.

Zudem ist angedacht, die E-Sports-Sparte für kolportierte 30 Millionen Euro zu verkaufen und man präsentierte mit Adidas einen neuen/alten Ausrüster.

Offen ist derzeit noch die Besetzung des Aufsichtsrats. Nach Sky Informationen soll die Mitgliederversammlug am 17. Juli als Präsenzveranstaltung nachgeholt werden, also knapp eine Woche vor dem Pflichtspielauftakt in der 2. Bundesliga. Bis dann dürften auch noch weitere der 70 fälligen Personalentscheidungen getroffen worden sein, denn dann heißt es endgültig: Startschuss auf Schalke!

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