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Nkunku, Diaby & Co. - Paris St. Germain macht es wie Manchester City

Neuer Geschäftszweig

Robert Gherda

20.07.2019 | 19:20 Uhr

Mit Moussa Diaby (l.) und Christopher Nkunku (r.) verlassen zwei hoffnungsvolle Talente Paris St. Germain.
Image: Mit Moussa Diaby (l.) und Christopher Nkunku (r.) verlassen zwei hoffnungsvolle Talente Paris St. Germain. © Imago

Paris St. Germain hält sich auf dem Transfermarkt bisher zurück und fällt vor allem durch den Verkauf einiger hoffnungsvoller Talente auf. Dahinter versteckt sich eine Strategie, die sich die Franzosen von Manchester City abgeschaut haben.

Bei Paris St. Germain dreht sich derzeit fast alles um Neymar. Der Brasilianer will zurück zum FC Barcelona und nach Sky Informationen haben die Katalanen ihr Angebot für den Brasilianer erhöht. Es ist durchaus möglich, dass Neymar bald wieder in Spanien auf Torejagd geht.

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PSG gegen 1. FC Nürnberg live auf Sky

Beim heutigen Gastspiel der Franzosen in Nürnberg könnten die Zuschauer Neymar aber vielleicht noch im PSG-Dress bewundern. Im Test gegen den Club (ab 18:15 Uhr live auf Sky Sport News HD) könnte der 27-Jährige sein Saisondebüt für den französischen Meister geben.

Der Dribbelkünstler fehlte beim Schützenfest bei Dynamo Dresden noch, weil er nach seiner Rückkehr noch die obligatorischen Tests in Paris absolvierte. In Nürnberg steht Neymar aber offenbar auf der Zimmerliste des Teamhotels.

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Thomas Tuchel spricht am Sky Mikro über seinen brasilianischen Superstar (Videodauer 29 Sekunden).

Sicher nicht mit dabei sein werden allerdings einige vielversprechende Talente wie der 21-jährige Mittelfeldspieler Christopher Nkunku, Flügelflitzer Moussa Diaby oder Stürmer Timothy Weah (beide 19).

Hoffnungsvolle Talente verlassen Paris

Der Sohn des früheren Weltfußballers George Weah wechselte für zehn Millionen Euro zu OSC Lille und Nkunku und Diaby spielen kommende Saison in der Bundesliga. Leipzig legte für Allrounder Nkunku 13 Millionen Euro auf den Tisch, Bayer Leverkusen für Diaby sogar 15 Millionen.

"Nkunku und Diaby haben ein riesiges Potenzial, sie brauchen aber Spielpraxis. Bei RB und Bayer zu spielen, ist besser für die Entwicklung, als in Paris auf der Bank zu sitzen", erläutert Sky Reporter Max Bielefeld, stellt aber auch klar: "Sie sind top Spieler, aber keine Mbappes".

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Tuchel kann den Youngstern also keine Einsatzzeit garantieren. Zwar hätte er das Trio gerne weiter als B-Lösung im Kader behalten. Doch damit geben sich die Spieler nicht zufrieden und daher entschloss sich PSG, die Spieler für eine ordentliche Summe abzugeben und schnappte sich mit den Einnahmen Abdou Diallo vom BVB für 32 Millionen Euro. Der neue Innenverteidiger dürfte in den kommenden Jahren zum Stammpersonal gehören.

PSG macht es ManCity nach

Generell gilt, dass das Financial Fairplay PSG zum Umdenken gezwungen hat. Ende Juni mussten die Franzosen kurzfristig Einnahmen generieren und waren daher gezwungen, beispielsweise Diaby zu verkaufen. Der Nkunku-Deal hatte allerdings nichts mit finanziellen Restriktionen zu tun.

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Vielmehr macht PSG nun das, was Manchester City schon länger praktiziert: Die Citizens hatten in den letzten Jahren zahlreiche Talente wie Brahim Diaz, Jadon Sancho, Kelechi Ihenacho, Pablo Maffeo oder Rabbi Matondo verkauft, weil die Konkurrenz in Pep Guardiolas Luxuskader zu groß war.

"Das ist ein Geschäftszweig wie bei ManCity, die machen das seit Jahren. Bei Jadon Sancho hat es zwar wehgetan, aber vielleicht hätte der sich in Manchester gar nicht so entwickelt, wie er es in Dortmund getan hat", erläutert PSG-Insider Bielefeld.

Tuchel hat Verständnis

In Paris sieht die Sache ähnlich aus, denn der Konkurrenzkampf im Pariser Starensemble ist enorm. Zudem tummeln sich in der zweiten Mannschaft und der U19 zahlreiche weitere Talente, die auf Einsatzzeiten hoffen und nach oben drängen. Auch der VfB Stuttgart schlug daher zu und schnappte sich Tanguy Coulibaly. Zuletzt eröffnete PSG auch noch eine Fußballakademie in Düsseldorf und erschließt auch den deutschen Markt.

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Paris Saint-Germain eröffnet in Düsseldorf eine Fußballakademie. Die Franzosen suchen dabei aber nicht unbedingt den nächsten Neymar. Sondern viel mehr die nächste Fan-Generation.

Tuchel hat daher Verständnis für die Verkäufe, wie er am Sky Mikro bezüglich des Nkunku-Transfers erklärte: Es sei persönlich wichtig für ihn, "einmal raus aus Frankreich zu gehen und sich im Ausland einer neuen Aufgabe zu stellen. Ich habe ihm persönlich dazu geraten und ihm gesagt, dass er in Leipzig einen Top-Klub und einen Top-Trainer vorfindet."

Was passiert mit Neymar?

Andererseits habe Tuchel bei dem Transfer auch "ein weinendes Auge" gehabt, "weil er unglaubliches Potenzial hat. Weil ich ihn sehr mag und es nie mag, Spieler abzugeben", so der Coach.

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PSG-Trainer Thomas Tuchel bestätigt am Sky Mikro den Wechsel von Christopher Nkunku zu RB Leipzig.

Auch seinen extrovertierten Superstar aus Brasilien will Tuchel logischerweise nicht abgeben, könnte dazu aber gezwungen werden, wenn sich die Vereine einig werden. Mit der gewaltigen Ablöse könnte Paris dann aber immerhin auch wieder im obersten Regal einkaufen.

Es dreht sich bei Paris St. Germain derzeit eben doch fast alles um Neymar...

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